Mandalay – Sehenswürdigkeiten, Hotels, Anreise

Mahamuni-Pagode, Mandalay

Mahamuni-Pagode in Mandalay

Mandalay – Überblick

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Wie ganz Myanmar ist auch Mandalay seit einigen Jahren im Aufbruch. Die Stadt verändert sich beinahe täglich. Die Zahl der Autos und Mopeds nimmt zu, Trishaws (Fahrrad-Rikschas) hingegen werden immer seltener auf Mandalays Straßen. An vielen Ecken Mandalays wird gebaut. Es entstehen moderne Shopping Malls und Hotels *, die das Stadtbild zunehmend prägen.

Was die touristische Infrastruktur betrifft, ist Mandalay hinter anderen südostasiatischen Großstädten wie Bangkok, Phnom Penh oder Kuala Lumpur allerdings noch weit zurück. Restaurants muss man teilweise suchen, Nachtleben gibt es so gut wie gar nicht. Aber genau das ist es, was den Reiz Mandalays ausmacht: eine gewisse Ursprünglichkeit und Authentizität.

Mandalay liegt am Ufer des Irrawaddy im Zentrum von Myanmar und ist Hauptstadt der Mandalay-Region, eine der 15 Verwaltungseinheiten des Landes. Mandalay hat mehr als eineinhalb Millionen Einwohner und ist nach Yangon (Rangun) die zweitgrößte Stadt Myanmars.

Diese Hotels empfehle ich dir in Mandalay

Das Bagan King Hotel *, das The Home Hotel * und das Triumph Hotel Mandalay *. Weitere Hotels in Mandalay findest du in der Hotelübersicht * bei Booking.com.

Sehenswürdigkeiten in Mandalay

Mandalay bietet einige bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die Mahamuni-Pagode, die Kuthodaw-Pagode ("Das größte Buch der Welt"), das Shwenandaw-Kloster, den in Teilen rekonstruierten Königspalast, Mandalay Hill sowie zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe. Darüber hinaus lohnen sich Ausflüge in die Umgebung von Mandalay, insbesondere Besuche der alten Königsstädte Amarapura, Ava (Inwa) und Sagaing.

Mahamuni-Pagode

Mahamuni-Statue, Mahamuni-Pagode

Mahamuni-Statue in der Mahamuni-Pagode

In der Mahamuni-Pagode in Mandalay befindet sich eins der wichtigsten und am meisten verehrten Heiligtümer Myanmars: die Mahamuni-Statue. Dabei handelt es sich um eine knapp vier Meter hohe Buddha-Statue, die mit Ausnahme des Gesichts zentimeterdick mit Blattgold überzogen ist.

Täglich kommen hunderte gläubige Buddhisten in die Mahamuni-Pagode, um Blattgold an der Mahamuni-Statue anzubringen. Dieses Privileg ist allerdings nur Männern vorbehalten. Frauen dürfen den allerheiligsten Bereich mit der Mahamuni-Statue nicht betreten (einen Kommentar erspare ich mir an dieser Stelle). Das Gewicht des Goldes, von dem die Mahamuni-Statue geradezu ummantelt wird, wird mittlerweile auf mehrere Tonnen geschätzt. Allmorgendlich waschen Mönche das Gesicht des Mahamuni-Buddhas und putzen sogar dessen Zähne.

Mahamuni-Pagode, Mandalay

Mahamuni-Pagode in Mandalay

Zur Mahamuni-Pagode führen vier Zugänge, einer je Himmelsrichtung. Alle Zugänge sind rechts und links mit Souvenir- und Kunsthandwerksständen geradezu gepflastert. Verkauft werden vor allem religiöses Kunsthandwerk (geschnitzte oder mit Blattgold überzogene Buddha-Statuen und Gongs), Devotionalien, Bücher und Blumenschmuck. In den Gängen, die allesamt auf die Mahamuni-Satue im Zentrum der Tempelanlage zulaufen, finden sich auch Geldwechselstuben und ATM.

Die Mahamuni-Statue steht leicht erhöht in einem separaten Raum. Davor befinden sich mehrere Bänke und ein meterlanger Teppich zum Beten und Meditieren.

Die Mahamuni-Pagode gehört neben der Kyaiktiyo-Pagode (Goldener Fels) und der Shwedagon-Pagode in Yangon zu den heiligsten buddhistischen (Pilger-)Stätten in Myanmar.

Kuthodaw-Pagode

Kuthodaw-Pagode, Mandalay

Die Stupas in der Kuthodaw-Pagode schützen das größte Buch der Welt

Die 1868 fertiggestellte Kuthodaw-Pagode in Mandalay wird auch "Das größte Buch der Welt" genannt. Dieses besteht aus 729 Marmorplatten, auf denen der Tipitaka (auch „Dreikorb“ oder Pali-Kanon = Zusammenfassung der Lehren Buddhas) verewigt ist. Gut siebeneinhalb Jahre soll es gedauert haben, das "größte Buch der Welt" fertigzustellen. Jede Marmorplatte wird von einer kleinen, weißen Stupa geschützt.

Einen guten Blick auf die Mini-Stupas mit den 729 Marmorplatten hat man von der Maha Lawka Marazein-Pagode im Zentrum der Anlage oder vom nahen Mandalay Hill (240 m, siehe unten).

Mandalay Hill

Aussichtsterrasse, Mandalay Hill

Touristen-Magnet: Aussichtsterrasse auf dem Mandalay Hill

Ein Ausflug auf den 240 Meter hohen Mandalay Hill lohnt vor allem wegen des Panoramablicks über Mandalay, die umliegenden Reisfelder, den Irrawaddy, bis hin zu den 600 Pagoden und Klöstern in Sagaing. Den besten Blick hat man von der Aussichtsplattform der Sutaungpyei-Pagode auf der Kuppe des Hügels.

Auf den Hügel führen mehrere Treppenaufgänge mit mehr als jeweils 1000 Stufen. Wer sich den schweißtreibenden Weg sparen möchte, kann auch mit dem Sammeltaxi oder Taxi auf den Mandalay Hill fahren. Die Straße endet an einem Parkplatz unterhalb der Sutaungpyei-Pagode. Die letzten Meter hinauf zur Pagode und der Aussichtsterrasse können mit der Rolltreppe oder dem Lift zurückgelegt werden. Zu beachten ist, dass Aufzug und Rolltreppen tagsüber nur aufwärts fahren, nach Sonnenuntergang nur abwärts.

Die meisten Touristen kommen zum Sonnenuntergang auf den Mandalay Hill. Spätestens ab 16.30 / 17 Uhr ist die Aussichtsterrasse gerammelt voll. Der Eintritt kostet 1000 Kyat (0,75 Euro).

Kyauktawgyi Buddha Tempel

Der Kyauktawgyi Buddha Tempel (fertiggestellt 1878) befindet sich nahe dem Südeingang zum Mandalay Hill. Berühmt ist der Tempel vor allem für den Kyauktawgyi-Buddha, einer sitzenden und aus einem einzigen Marmorblock gemeißelten Buddha-Statue. Bis zu 12.000 Männer sollen den riesigen und mehrere hundert Tonnen schweren Marmorblock einst von Sagaing zum Kyauktawgyi-Tempel transportiert haben.

Königspalast (Fort Mandalay)

In Mandalay führen fast alle Wege zum Königspalast – oder zumindest daran vorbei. Das Palastgelände ist insgesamt vier Quadratkilometer groß und mit seinen acht Meter hohen und drei Meter dicken Mauern, Wachtürmen und Toren eine riesige Festung. Das gesamte Areal wird von einem drei Meter tiefen Wassergraben umgeben.

König Mindon ließ seine Residenz 1857 erbauen. Vom einstigen "Golden Palace" mit 120 Gebäuden ist allerdings nichts mehr übrig. Der Palast und spätere Sitz der britischen Kolonialverwaltung fiel 1945 bei den Kämpfen zwischen den Briten und der japanischen Armee den Flammen zum Opfer.

In den 1990er-Jahren ließ die Militärregierung Myanmars den Großteil der Palastgebäude wieder aufbauen. Viele der aus Stein errichteten Gebäude stehen heute allerdings leer und erinnern mit ihren Wellblechdächern alles andere als an goldene Palastzeiten. Seit 1995 ist das Gelände Stützpunkt der burmesischen Armee.

Das Palastgelände steht Besuchern zwar offen (Eingang Eastern Gate), doch darf nur der ausgeschilderte Weg zum Palastkomplex im Zentrum des Areals betreten oder mit dem Fahrrad befahren werden. Dort befindet sich auch ein kleines Museum mit einigen Überbleibseln aus königlichem Besitz. Den besten Blick über das gesamte Palastgelände bietet der Observation Tower, ein 50 Meter hoher, hölzerner Wachturm.

Der Königspalast ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 5 US Dollar.

Shwenandaw-Kloster

Das Shwenandaw-Kloster ist das einzige Überbleibsel vom einstigen Königspalast. Da König Thibaw das Gebäude und Gemach seines Vaters, König Mindon, nach dessen Tod abbauen und 1880 außerhalb der Palastmauern neu errichten ließ, blieb der Teakholz-Bau 1945 beim Brand verschont. Nach dem Wiederaufbau stiftete König Thibaw das Gebäude als Kloster.

Das Shwenandaw-Kloster lässt erahnen, wie prächtig der Königspalast in Mandalay einmal ausgesehen haben muss. Das gesamte Gebäude ist vom Dach bis zum Boden mit Holzschnitzereien kunstvoll und reich verziert. Filigrane Figuren, Blumen- und Blütenornamente finden sich an Wänden, Türen, Aufgängen und am gesamten Dach.

Kunsthandwerk in Mandalay

Goldbeating, Mandalay

Goldschläger bei der Arbeit

In Mandalay gibt es zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe. In den Werkstätten für Blattgoldherstellung (Goldbeating), Holzschnitz- und Steinmetzarbeiten (Stone Carving) wird in erster Linie religiöses Kunsthandwerk gefertigt.

Die Steinmetze an der Mahamuni-Pagode stellen hauptsächlich Buddha-Statuen her. Diese werden aus Stein oder Marmor gemeißelt.

Das Blattgold, das die Goldschläger rund um die 37. und 78. Straße produzieren, dient hauptsächlich zur Verzierung von Pagoden und Buddha-Statuen. Goldbeating ist ein komplizierter und langwieriger Prozess. Stundenlang schlagen die Männer mit schweren Hämmern auf das Gold, um es in immer kleinere Stücke zu zerteilen, bis es Blattgold ist. Zehnerpäckchen kosten je nach Größe zwischen 4000 und 8000 Kyat (3 bis 6 Euro). In den Goldbeating-Werkstätten wie bei "King Galon" an der 36. Straße (zwischen 77. und 78. Straße) werden neben den Blattgold-Päckchen auch vergoldete Banyan-Blätter, Schalen, Schachteln und Tierfiguren verkauft.

Die meisten Holzschnitzereien in Mandalay befinden sich wie die Steinmetzereien in der Nähe der Mahamuni-Pagode. Hier werden hauptsächlich Buddha- und Mönchsfiguren sowie Holz- bzw. Klosterreliefs geschnitzt.

Neben den genannten Kunsthandwerksbetrieben gibt es in Mandalay auch Glocken- bzw. Bronzegießereien, Werkstätten für die Herstellung von Htis (Schirme / Kronen für Stupas), Silberschmieden, Webereien und Tapisserien.

Märkte in Mandalay

Der Zegyo Markt (Zentralmarkt) in der Aung San Road ist der größte Markt in Mandalay und einer der größten Märkte Myanmars. In dem wenig attraktiven Betonklotz werden neben Bekleidung (T-Shirts, Seiden- und Baumwoll-Longyis) auch Bücher, Schmuck, Lackwaren und Edelsteine verkauft. Im Nyaung Pin Bazaar an der 19. Straße gibt es Lebensmittel aller Art. Auf dem Nachtmarkt an der 84. Straße (zwischen 26. und 28. Straße) werden bis circa 22 Uhr alle Art von Bekleidung, Haushaltswaren und elektrische Geräte gehandelt.

Mandalay – Geschichte

Mandalay wurde 1857 von König Mindon gegründet und war bis 1885 Hauptstadt des birmanischen Königreichs. 1885 eroberten die Briten Mandalay. König Thibaw, Mindons Sohn und Nachfolger, wurde ins Exil verbannt und Yangon die neue Hauptstadt Burmas. Das endgültige Aus für Mandalay kam im Jahr 1945 während des Zweiten Weltkriegs: Bei den Kämpfen zwischen den Briten und der japanischen Armee wurde die Stadt zerstört.

Anreise nach Mandalay

Mandalay verfügt über einen internationalen Flughafen. Flugverbindungen bestehen u. a. nach Bangkok, Singapur und Hong Kong. Darüber hinaus werden die meisten inländischen Flughäfen angeflogen, darunter Bagan, Heho (Nyaung Shwe / Inle-See), Yangon und Thandwe (Ngapali-Beach). Der Mandalay International Airport liegt 35 Kilometer südlich der Stadt.

In der überschaubaren Ankunftshalle des Flughafens befinden sich Stände von Sim-Karten-Anbietern, ATM, Wechselstuben, die Tourist Information sowie ein Transportation Counter. Taxifahrten vom Flughafen in die Innenstadt kosten ca. 12.000 Kyat (11 Euro). Je nach Verkehrsaufkommen dauert die Fahrt zwischen 30 und 40 Minuten.

Bahn- und Busverbindungen bestehen u. a. zwischen Mandalay, Yangon und Bagan. Der Bahnhof in Mandalay befindet sich in der 78. Straße südlich des Königspalastes.

Schiffe verkehren zwischen Mandalay Yangon, Bhamo (Kachin-Staat) und Bagan. Die Schiffsfahrt von Mandalay nach Bagan dauert gut 15 Stunden.

Taxi fahren in Mandalay

Taxi fahren ist in Mandalay vergleichsweise günstig. Für eine vierstündige private Taxifahrt zu einigen Hauptsehenswürdigkeiten in Mandalay wie der Mahamuni-Pagode, Kuthodaw-Pagode und Mandalay Hill haben wir 12.000 Kyat (11 Euro) bezahlt. Private Taxifahrten können am besten über die Hotels in Mandalay gebucht werden.

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Gudrun Brandenburg

  • Gudrun
  • Hi, ich bin Gudrun, Redakteurin, Anfang 50, lebe in Berlin, liebe Südostasien und schreibe für dich klick-myanmar.de. In meinem Online-Reiseführer erfährst du alles, was du für deinen Myanmar-Urlaub wissen musst. Ich wünsche dir eine tolle Reise! Schön, dass du hier bist!